6. Sammelblatt - Vitus Zeilhofer - 1. Bürgermeister von 1945 bis 1966

Vitus ZeilhoferVitus Zeilhofer wurde am 24. März 1898 in Haslach bei Gammelsdorf geboren. Dort wuchs er auf dem Hof seiner Eltern mit neun Geschwistern auf. Da der Vater 1911 verstorben war und vier Brüder als Soldat im 1. Weltkrieg eingezogen wurden, musste er sich um den elterlichen Hof kümmern. Am 11. Februar 1919 heiratete er die Gastwirtstochter Maria Mittermaier aus Tondorf. Mit ihr siedelte er im selben Jahr nach Schlossgut Erching über, wo er bis 1926 als Landarbeiter und Arbeitssprecher arbeitete. In diese Zeit fiel die Geburt seiner Kinder Vitus, Michael und Hans.

Zunächst SPD-Mitglied, trat er aus der SPD aus, als anlässlich eines Vortrags von Wilhelm Högner in Erching 1923 - während der Inflation - dieser um Spenden bat. Dies war für Vitus Zeilhofer der Grund, sein Parteibuch zurück zu geben.

1926 kaufte er das Anwesen in der Mathildenstr 52. Hier wurde noch sein Sohn Josef  geboren. Vor dem Anwesen pflanzte Sohn Michael 1937 eine kleine Eiche, die heute zu einem stattlichen Baum heran gewachsen ist. Am 23.12. 1941 fiel sein ältester Sohn Vitus in Russland. Die beiden Söhne Michael und Hans, die beide ebenfalls eingezogen worden waren, kehrten nach dem Krieg unversehrt wieder nach Hause zurück.

Vitus Zeilhofer selbst wurde nicht eingezogen und dafür dienstverpflichtet.

Zeilhofer-Anwesen im Jahr 1928Das Foto zeigt das Anwesen im Jahr 1928 mit Ehefrau, Sohn Hans auf dem Arm und Sohn Michael im Matrosengewand

Am 23. November 1945 ernannten ihn die Amerikaner zum 1. Bürgermeister. Am 27. Januar 1946 wurde er gegen Benno Riedaier von der  Bevölkerung als Parteiloser im Amt bestätigt. Später trat er der CSU bei. Ebenso wurde er 1948, 1952, 1956 und 1960 wieder gewählt, bis er sich 1966 entschloss, nicht mehr anzutreten. Nach der ersten Wahl hatte die Gemeinde Hallbergmoos neun, ab 1948 zehn Gemeinderäte. Die Aufwandsentschädigung des 1. Bürgermeisters war von der Einwohnerzahl abhängig, wofür es für jeden Einwohner ab 1949 DM 1,20 pro Einwohner und Jahr mit einem 25%-Zuschlag und 10 Pfennig  pro Einwohner und Jahr für die Tätigkeit als Standsbeamter gab. Nachfolgend sollen exemplarische Ereignisse, die in seine Amtszeit als 1. Bürgermeister fielen, dargestellt werden, um einen Einblick in die damalige Problemlage zu gewährleisten. Die meisten Ereignisse stammen dabei aus dem Beschlussbuch der Gemeinde, das in der Sütterlin- oder auch Deutschen Schrift verfasst worden ist.

Der Beginn seiner Amtszeit war gekennzeichnet durch die Unterbringung von Flüchtlingen, die die Einwohnerzahl von Hallbergmoos auf  1831 Einwohner zum 13.09.1950 hatten anwachsen lassen. Am 17.05.1939 waren es 1309 gewesen und am 6. Juni 1960 1720, das bedeutete, das sich die Einwohnerzahl innerhalb der letzten zehn Jahre um 111 verringert hatte. Eine deutlich andere Situation als in den letzten Jahren seit Flughafeneröffnung.

Die Gemeinderatssitzungen waren anfänglich, handschriftlich protokolliert  im Sitzungsbuch, eher sporadisch und steigerten sich von sechs über acht auf elf Sitzungen im Jahr 1948. Damals gab es noch einen Gemeindediener, einen Armen- und Waisenrat, die Ende 1946 und Anfang 1947 bestimmt wurden. 

1947 wurden 300 Reichsmark Aufwandsentschädigung für den Ortsobmann des bayerischen Bauernverbands beschlossen und am 14. Juli die gemeindliche Wiegegebühr für Pfefferminztee von 20 auf 15 Pfennig pro Zentner herab gesetzt. Am 15. September erklärte sich der Gemeinderat zum Wohnungsausschuss.

Am 23. März 1948 erhob der Gemeinderat keine Einwände gegen die Konditorei Josef Morasch jun. und bestimmte August Hippele mit Wirkung vom 1. April zum Gemeindesekretär. Mit der Neuwahl des Gemeinderats folgte Josef Franzspeck Benno Riedmaier als 2. Bürgermeister. Die Gemeinderatsbeschlüsse wurden von allen Gemeinderäten im Sitzungsbuch unterschrieben.

Im  Jahr 1949 tagte der Gemeinderat insgesamt 13. Mal. Ein Antrag von Frau Anna Fischer auf Errichtung einer Kaffeewirtschaft wurde nicht stattgegeben, da bereits am 23. März 1948 eine Konditorei genehmigt worden war. Die Hundeabgabe wurde auf DM 9.- für den ersten Hund und DM 6 für jeden weiteren Hund festgesetzt. Zur Ortstraßenbeschotterung wurden ca 1000 qm Kies auf Kosten der Gemeinde ausgebaggert. Am 21. Juni wurde die Satzung über den Notgroschen beschlossen, wozu von jeder Eintrittskarte 10 Pfennig für den Wohnungsbau abzuführen waren, um am 3. Juli für die Mooslandlichtspiele(Kinovorführungen u.a. beim Kaindl) auf 5 Pfennig reduziert zu werden. Am 12. Dezember stellte der Gemeinderat einen Antrag an den Kreistag auf Erweiterung der Theresienstr., da diese an manchen Stellen nur knapp vier Meter breit war. 

Das Jahr 1950 verzeichnete nur acht Sitzungen des Gemeinderats. Ab 23. März gab es ein neues Beschlussbuch mit Verzeichnis der Gemeinderäte im Vorspann. Die Sitzungen wurden nun nur noch vom 1. Bürgermeister, zwei Gemeinderäten und dem Schriftführer unterschrieben. In der ersten Niederschrift fand sich die Übernahme des Schulgeldes für Kinder aus Mariabrunn, die die Schule in Franzheim besuchten.

Das Jahr 1951 verzeichnete neun Sitzungen. Am 15. März wurde beschlossen, Bauanträge  nicht in einem Bauausschuss, sondern im Gemeinderat zu behandeln. Als weitere interessante Beschlüsse wurden am 3. Juni 50 Pfennig für das Spritzen gegen Unkraut und Kartoffelkäfer beschlossen sowie am 4. September ein Entgelt von DM 20 für Frau Schwemmer für die Reinigung der Arrestzellen in den Jahren 1949 und 1950. Der Mesner Stefan Wiesheu erhielt für das Aufziehen der Turmuhr eine jährliche Vergütung von DM 60.

Im Jahr 1952 fanden elf Gemeindratssitzungen statt.  Erwähnenswert die Beschaffung eines Lösch-Lkw für die Feuerwehr, DM 100-Beihife für den VfB und die Beschaffung eines Leichenwagens für DM 345. Der neu gewählte Gemeinderat beschloss die Festlegung der Zeiten für den Sonntagsgottesdienst auf ½ 9 bis ½ 11 h, ein zinsloses Darlehen an den Schützenverein über DM 300 bis 1. März 1953 für  einen Fahnenkauf und die Bewilligung eines Tankstellenbaus von  Johann Mikesch.

Im Jahr 1953 fanden elf Sitzungen statt. Dabei nahm der Gemeinderat die Mustergeschäftsordnung für Gemeinden unter 3000 Einwohner an und gestattete Jakob Ziegeltrum am 21. Februar den Ausschank von Spirituosen und Verkauf von Flaschenbier. Am 26. Februar erfüllte der Gemeinderat per Beschluss die acht Punkte des Landratsamtes zur Erweiterung der Theresienstr. Am Schulhaus festgestellte Mängel wie die Anschaffung von Bänken, musste aus finanziellen Gründen zurückgestellt werden. Ebenso war der Anbau eines Aborts zur Zeit nicht möglich. Den Gastwirtschaften Mayer in Erching sowie Georg Stegschuster wurde die Konzession erteilt. Zur Deckung der der Gemeinde anlässlich der Erweiterung der Theresienstr entstandenen Unkosten wurde eine vorläufige Sonderumlage in Höhe von 20% der Grundsteuer A und B erhoben. Gleichzeitig wurden die Prozentsätze der Grundsteuern A und B um jeweils 25% angehoben. Die zwingenden Gründe für die Erhöhung wurden den Gemeindebürgern am Sonntag 10. Mai nachmittags 3 Uhr im Gasthaus Stegschuster, früher Schranner, bekannt gegeben. Am 13. Oktober beschloss der Gemeinderat eine Geschwindigkeitsbegrenzung in Hallbergmoos auf 40 km/h.

Im Jahr 1954 fanden nur sechs Sitzungen des Gemeinderat statt. Erwähnenswert am 24. Juni die Festlegung der Vergnügungssteuer auf DM 10 ebenso wie die des Notgroschens. Das Jahr erlebt auch die Teerung der Theresienstr. mit Verfüllung des linksseitigen Grabens Richtung Freising sowie des Eisweihers beim Klösterl und Anpflanzung der Kastanien. Das Material dazu stammte aus ausgebaggertem Erdreich des Grabens aus Erching. 
Im Jahr 1955, dem 125-jährigen Bestehens der Gemeinde Hallbergmoos ist weder in den Sitzungsunterlagen noch aus Erzählungen älterer Mitbürger eine Feier geläufig. Der Gemeinderat tagt sieben Mal. Am 20. Mai beschließt der Gemeinderat den Schulhausneubau, wenn die Finanzierung für die Gemeinde durchführbar und die Bürger tragbar ist.

12. Mai 1956 Wasserversorgung in der Gemeinde.

Im Jahr 1956 tagt der Gemeinderat neun Mal. Am 31. Januar erhält der Ingenieur Ritz aus München den Auftrag für Planung und Bauleitung des Schulhausneubaus. Den Kauf einer Rechenmaschine für bis zu DM 1000 für die Kasse gestattet ein Beschluss vom 5. April. Nach der Neuwahl des Gemeinderats erhält Josef Wilnhammer in geheimer Wahl acht von zehn Stimmen bei der Wahl zum 2. Bürgermeister. Sofort in der nächsten Sitzung am 12. Mai wurde dem Kauf einer neuen Motorspritze für die Feuerwehr zugestimmt. Ebenso die Zustimmung erhält der Bau einer Wasserversorgung, sofern diese finanziell tragbar ist.
Am 5. Juni wurde eine Strafvorschrift zum Schutz des Grundwassers erlassen und am 18. Oktober ein Prüfungsausschuss für Rechnungsprüfung eingesetzt. In der Sitzung am 11. Dezember erhält der 1. Bürgermeister rückwirkend ab 1. September DM 2,10 je Einwohner und Jahr, als Einwohnerzahl wird die Zahl 1800 angewandt.
1957  wurde mit dem Schulhausneubau am Tassiloweg begonnen.

Im  Jahr 1957 tagte der Gemeinderat zwölf Mal. Gleich zu Jahresbeginn am 8. Januar wurde beschlossen, dass Feuerwehrauto notdürftig zu reparieren. Eine Geschäftsordnung mit Satzung wurde rückwirkend ab 1. September 1956 beschlossen. Der 22. März enthält eine längere Eintragung als üblich. Darin heißt es, dass der Bau eines Schulhauses unwiderruflich dringend sei. Die drei vorhandenen Schulräume reichen nicht mehr aus. Je zwei vorhandene Knaben- und Mädchenaborte reichen nicht mehr aus. In fünf Jahren hätte die schule 200 Kinder. Es werden dringend vier Schulsäle benötigt. Ein Neubau ist erforderlich, da die Altbauerweiterung unwirtschaftlich sei. Der 25. April sieht den Schulhausneubau als endgültigen Beschluss bei Baukosten von DM 315.800.- Diese Summe wurde als außerordentlicher Haushaltsplan bei einer Kreditaufnahme von Dm 257.600.- genehmigt. Zur Finanzierung wurden die Hebesätze jeweils um 100%-Punkte angehoben auf 270-  und 320 %-Punkte bei den Grundsteuern A und B sowie 370 %-Punkten bei der Gewerbesteuer. Diese Sätze blieben mehrere Jahre so bestehen.

Am 25. Juli wurden die Gebühren für Tanzveranstaltungen des SVS und VfB auf DM 20 je Genehmigung festgesetzt. Die Haushaltsgenehmigung am 2. August sieht DM 128.590 im ordentlichen und DM 315.741 im außerordentlichen Haushalt in Einnahmen und Ausgaben vor. Ein neuer Ofen für die Gemeindekanzlei wurde am 17. September genehmigt. Der Antrag Priller auf Gaststättenerlaubnis wurde am 26. November genehmigt, da es sich um eine alte Gastwirtschaft handelte. Dem Kreisbrandrat Hartshauser wurde aus finanziellen Gründen in derselben Sitzung kein Telefon genehmigt.

Im Jahr 1958 tagte der Gemeinderat zehn Mal und war überwiegend mit der Vergabe der Arbeiten für den Schulneubau beschäftigt.  Am 15. März wurde auf Antrag eines einstimmigen Beschlusses bei der Gemeindeversammlung am 20. Februar die Instandsetzung und Vermessung der Strasse nach Franzheim beschlossen. Der Ausbau sollte später  erfolgen.

Bei der Sitzung am 15. Mai wurden erstmalig die Beschlüsse nicht mehr von zwei Gemeindräten mit unterschrieben. Das Rechnungsjahr 1958 wurde am 22. September mit DM 197.406.- beschlossen. Am 18. November wurde ein Geschenkkorb für hiesige Einwohner für den 80. Geburtstag und die Goldenen Hochzeit beschlossen.
Im Jahr 1959 tagte der Gemeinderat neun Mal. Die Anschaffung eines Verbandskastens wurde am 28. Februar abgelehnt, da ein Arzt und Bader im Ort seien. Die Dienstpflichtigen der Jahrgänge 1937-1941 wurden unterschriftlich zu den Feuerwehrübungen aufgefordert. Es wurde weiterhin beschlossen, dass der 1. Bürgermeister in der nächsten Wahlperiode ehrenamtlich nach beiliegender Satzung tätig werde. Mit der Sitzung am 4. Juni endet das handschriftliche Beschlussbuch. Ab sofort wurden die Sitzungen mit Schreibmaschine und vorangehender Tagesordnung protokolliert. Der Stundenlohn einer Mitarbeiterin wurde auf DM 1,70 festgesetzt. Eine schriftliche Abstimmung zum Sitzungsgeld ergab ein Sitzungsgeld von DM 8 ab 1. April desselben Jahres. Am 4. August wurde beschlossen, sich nach einem Gebrauchtwagen für die Feuerwehr umzusehen und am 18. September wurde die Errichtung von zehn Feuerlöschbrunnen beschlossen. Der 1. Oktober sieht für das Haushaltsjahr 1959 ein Volumen von DM 250.934 vor. Am 10. Dezember wurde der Beschluss auf DM 8 Sitzungsgeld vom 4. Juni aufgehoben und auf DM 5 endgültig festgesetzt. 

Im Jahr 1960 fanden elf Gemeinderatssitzungen statt. Für Kirchenglocken gewährte der Gemeinderat am 27. Februar einen Zuschuss von DM 2210.- 
Bereits am 19. März wurde der Haushalt 1960 mit Ausgaben von DM 213.400 im ordentlichen Haushalt und DM 23.000 im außerordentlichen sowie DM 14.070 für den Schulverband verabschiedet. Am 4. April  wurde der Antrag auf Auflösung der Schule Erching, die nur noch 14 Schulkinder, darunter drei Gastschüler hatte, mit sofortiger Wirkung beschlossen. Einen Monat später wurde die Beschaffung eines Feuerwehrfahrzeuges wegen Überschuldung einstimmig abgelehnt. Der zehnköpfige Gemeinderat setzt sich aus sechs Mitgliedern der CSU, drei der Bayernpartei sowie einem der SPD zusammen. Josef Wilnhammer wurde mit 7:3 Stimmen zum 2. Bürgermeister gewählt.

Am 28. Juli beschloss der Gemeinderat die Geschäftsordnung und die Satzung ehrenamtlicher Gemeinderäte. Die Gemeinderatssitzungen wurden im Winter auf 14 Uhr terminiert. Der 29. September sieht die Beschaffung eines Ford Kastenwagens für die freiwillige Feuerwehr. Am 17. November verwarf der Gemeinderat eine Beteiligung am Schulhauserweiterungsbau in Goldach und lehnte die Beschaffung eines Sanitätskastens mit Hinweis auf den vorhandenen Arzt sowie Bader vor Ort ab.

Im Jahr 1961 gab es acht Gemeindratssitzungen. Am 30. März genehmigte der Gemeinderat  jeweils einstimmig die Beschaffung einer – nicht elektrischen - Nähmaschine für die Schule sowie eines Verbandskastens, aufgestellt im Gasthaus Stegherr für Sportvereine und die Allgemeinheit. Der ordentliche Haushalt 1961 wurde am 20. April mit DM 226.078, sowie DM 25.134 im Schulverband genehmigt.

Der Kirche wurde am 17. Juli für den Heizungsbau ein Zuschuss von DM 11.000.- gewährt. Am selben Tag wurde ein Erschließungsbeitrag nach dem Baugesetzbuch § 132 vom 23. Juni 1960 beschlossen und die dazugehörige Satzung am 15. September beschlossen.

Am 26. September fiel der Beschluss zum Zweckverband Wasserversorgung.
Im Jahr 1962 fanden neun Gemeinderatssitzungen statt. So wurde am 23. Februar beschlossen, den Notgroschen ab 1. Januar aufzuheben, die Vergnügungssteuer blieb bei DM 10. Am 26. April wurde zur Verfüllung der Kiesgrube Material vom Schlossgut Erching zum Preis von DM 1 pro qm gekauft. Außerdem spendete die Gemeinde DM  50 für die Flutkatastrophe in Hamburg. Der ordentliche Haushalt wurde am 14. Juni mit DM 331.896 im ordentlichen Teil, sowie DM 42.000 im außerordentlichen und DM 19.477 im Schulverband beschlossen. Die Hebesätze blieben unverändert. Erst am 29. November wurde der Hebesatz für die  Gewerbesteuer im Jahr 1963 auf 320 %-Punkte gesenkt.

Im  Jahr 1963 fanden zehn Sitzungen des Gemeinderats statt, wobei am 26. Januar DM 24.000 für Bohrkosten des Wasserleitungsbaus genehmigt wurden. Einstimmig wurde der Beschluss zum Rathausneubau am selben Tag gefasst. Am 24. Mai erheilt der VfB DM 800 für den Sportplatzbau. Dem Architekten Sikora aus München wurde nach Vortrag der Planskizzen für den Rathausbau der Planungsauftrag erteilt. Der SVS erhielt am 15. August DM 800.- für den Saunabau bewilligt. Am 16. September wurde der ordentliche Haushalt für das Jahr mit DM 422.628, der außerordentliche mit DM 42.000 sowie im Schulverband mit DM 19.477 bewilligt. Die Beschaffung einer neuen Kirchturmuhr bei der Firma Neumaier in Regensburg wurde am 24. Oktober beschlossen.

Im Jahr 1964 tagte der Gemeinderat vierzehn Mal. So wurde die Finanzierung des Rathausneubaus in Höhe von DM 248.833 am 6. März bewillig, bei Eigenmitteln von DM 62.533, einem Darlehen von DM 100.000, eines erbetenen Zuschusses von DM 65.900 sowie dem vorhandenen Grundstück im Wert von DM 20.400. Am 17. April wurde der Beschluss auf Aufnahme in die Wasserversorgung Eching-Neufahrn-Pulling gestellt. Der 30. April sah die Vergabe der Abbrucharbeiten des alten Rathauses sowie diverser Vergaben für den Rathausneubau. Am 14. Juni wurde die Oberflächenteerung der Ludwigstr vom alten Wirt bis Bäuerleanwesen beschlossen. Der Antrag auf Einführung des Gemeindewappens wurde am 13. Juli gestellt, die Genehmigung für das augenblickliche Wappen wurde am 10. November erteilt. Auf Beschluss des Gemeinderats vom 6. August erhielt 1. Bürgermeister Zeilhofer ab 1. Juni DM 600.-  Aufwandsentschädigung. Der Haushalt 1964 wurde am 18. September mit DM 433.702 im ordentlichen Teil, DM 248.833 im außerordentlichen Teil, sowie DM 46.058 im Schulverband genehmigt. Am 11. Dezember wurde der Telefonanschluss für die Schule genehmigt.

Im Jahr 1965 tagte der Gemeinderat elf Mal. Der Gemeinderat stellt dem Bau der SVS-Sporthalle am 8. Januar nichts entgegen.  Der Bekundung vom 18. Februar einen Flächennutzungsplan auf zu stellen, folgte am 30. März die Aufstellung desselben.

Am 26. Mai sprach sich der Gemeinderat gegen die Zusammenlegung der Volksschulen von Hallbergmoos und Goldach aus. Dem SVS wird für den Hallenbau ein Zuschuss von DM 10.000.- bewilligt unter der Bedingung der fünfjährigen Mitnutzung durch die Schule. Weiterhin wurde der Haushalt mit DM 459.981 im ordentlichen Teil, DM 248.833 im außerordentlichen Teil sowie DM 39.821 für den Schulverband genehmigt.

Am 17. August wurde der Zuschuss zur Siegfriedhalle ohne Bedingung gewährt. Am 25. November wurde beschlossen, den Graben westlich der Maximilianstr zu verfüllen.
Im Jahr 1966 tagte der Gemeinderat noch drei Mal unter der Leitung von 1. Bürgermeister Zeilhofer, da er sich entschlossen hatte, nicht mehr zur Wahl anzutreten und das Leben als „Austragler“ zu genießen, da er den Hof bereits 1959 an seinen Sohn Josef übergeben hatte.

Am 6. Januar wurde beschlossen, dass der 1. Bürgermeister Ehrenbeamter sei. In der Sitzung am 2. Mai wurde Vitus Zeilhofer zum Altbürgermeister ernannt.
1967 erhielt er vom Freistaat Bayern die Bronzemedaille für Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung, da er neben seiner Bürgermeistertätigkeit auch 16 Jahre Vorsitzender des Bayerischen Gemeindtages im Landkreis Freising gewesen war.

Am 11. Februar 1969 konnte er zusammen mit seiner Ehefrau Maria die goldene Hochzeit feiern. Bis zu seinem Tod am  10. Februar 1983 lebte er noch bei seinem Sohn Josef auf dem Hof in der Mathildenstr. und wurde unter großer Anteilnahme der Bevölkerung beigesetzt.

 

Karl-Heinz Zenker
Hallbergmoos im Januar 2008