Hallbergmoos - Heimat unseres Vereins

Hallbergmoos liegt im oberbayerischen Landkreis Freising, etwa 25 km nördlich von München. Die Gemeinde befindet sich in unmittelbarer Nähe des 1992 eröffneten Flughafen München Franz Josef Strauß. Ortsteile sind Birkeneck, Brandstadl, Erching, Fischerhof, Goldach, Mariabrunn und Zwillingshof.

Maibaum in Goldach
Schloss Birkeneck
Schloss Erching

Geschichte von Hallbergmoos

Das Gemeindegebiet Hallbergmoos war bis zur Säkularisation 1803 Territorium des Hochstift Freising. Die Freisinger Fürstbischöfen errichteten Schloss Birkeneck und Schloss Erching. Beide sind bis heute erhalten. Reichsfreiherr Theodor von Hallberg-Broich aus dem Adelsgeschlecht Hallberg kaufte 1825 Schloss Birkeneck mit 921 Tagwerk (entsprechend 3.138.768 m²) Grund. Ihm verdankt der Ort einerseits die Ortsgründung, andererseits auch die Entwässerung der Umgebung. 1831 wurde die Siedlung eine selbstständige Gemeinde.

Der Alte Wirt, das älteste Gebäude von Hallbergmoos, wurde im Jahre 1829/1830 erbaut.

19. Jahrhundert

Die Theresienkirche wurde um 1833 im italienischen Stil errichtet. Der Architekt war Joseph Daniel Ohlmüller.

Theresienkirche in Hallbergmoos
Aussegnungshalle

Mittlerweile entstand südlich von Hallbergmoos eine neue Ansiedlung. Ab 1865 wurden etwa 20 Häuser gebaut. Die neue Ansiedlung nannte man Goldach, nach dem Bach, der den Ortsteil durchfließt.

20. Jahrhundert

Durch den Zuzug vieler Heimatvertriebener wuchs die Einwohnerzahl nach 1945 von Hallbergmoos und Goldach auf rund 2600 an und blieb bis 1970 fast unverändert. 1953 nahm der Sender „Stimme Amerikas“ in Erching einen 1000 Kilowatt starken Langwellensender in Betrieb. Er nutzte als Sendemast einen 252 Meter hohen Stahlfachwerkmast als Antenne. 1973 wurde diese Anlage, über die auch der RIAS Berlin zeitweise sendete, im Zuge der Entspannungspolitik stillgelegt. Eine Reaktivierung erfolgte 1979 durch den Deutschlandfunk. Am 1.Januar 1989 jedoch wurde der Sender Erching nach Fertigstellung des Senders Aholming endgültig stillgelegt und kurz darauf die Sendeeinrichtungen auch demontiert.

Eingemeindungen  

Zum 1. April 1934 wurde der Ortsteil Mariabrunn mit 75 Einwohnern als erster eingemeindet. Im Zuge der Gebietsreform erfolgte am 1. Mai 1978 die Eingliederung des Ortsteils Brandau, der von der Stadt Freising abgegeben wurde, und des Ortsteils Goldach auf Grund der Auflösung der Gemeinde Notzing.

Einwohnerentwicklung  

Seit der Eröffnung des Flughafens entwickelte sich die Gemeinde rasant und wurde zur am schnellsten wachsenden Gemeinde im Landkreis Freising. Von 1988 bis 2008 wuchs die Gemeinde um 107 % auf über 9.000 Einwohner an. Heute haben wir über 12.000 Einwohner.

Blick in die Hallbergmooser Vergangenheit

Angefangen hat alles mit einer Brotmarke des Backhauses Weiß, die Karl-Heinz Zenker im Jahr 2006 bei seiner Schwiegermutter fand. Diese Brotmarke war die Grundlage für das Sammelblatt Nr. 1. Inzwischen hat der Heimatforscher Zenker viele weitere Sammelblätter herausgegeben, die in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen erscheinen. Alle beschäftigen sich mit interessanten Themen oder Ereignissen aus der Ortsgeschichte von Hallbergmoos und Goldach.

Gefragt, was er als seine wichtigsten Sammelblätter bezeichnen würde, nennt er die Nummern 27, 40, 45 und 55:

Nr. 27 Hallbergmoos und der 2. Weltkrieg

Dieses - das bisher umfangreichste - Sammelblatt enthält die Ergebnisse von Recherchen über Kriegsteilnehmer und Kriegsereignisse. Berichtet wird darin auch vom Schicksal Karl Schäfers, der 1940 eingezogen wurde und im Januar 1956 als einer der letzten Kriegsgefangenen aus russischer Gefangenschaft zurückkehrte.

Nr. 40 Flüchtlinge und Heimatvertriebene

Über diese Personengruppen war in den Chroniken von Hallbergmoos fast nichts zu erfahren. Karl-Heinz Zenker fand heraus, dass rund 500 Flüchtlinge und Heimatvertriebene nach Hallbergmoos (damals noch ohne Goldach) kamen, und das bei einer Einwohnerzahl von lediglich 1.309 Personen!

Nr. 45 Entstehungsgeschichte des Gedenksteins

Der Heimat- und Traditionsverein, der aus dem Krieger- und Soldatenverein erwachsen ist, hat in Eigeninitiative und mit Hilfe von Spenden einen Gedenkstein finanziert und (westliches Ortsende, Richtung S-Bahn) aufgestellt. Dieser Stein soll an die Todesmärsche von KZ-Häftlingen im Jahr 1945 erinnern, die durch den Landkreis Freising führten.

Nr. 55 Was spricht für 1828 als Ortsgründungsdatum?

Mit diesem Sammelblatt wurde mit der Namensgebungsurkunde vom 21. Mai 1828 und den beiden Medaillen von 1828 durch mehrere Geschichtswissenschaftler bestätigt, dass 1828 die offizielle Ortsgründung mit der Namensgebung durch König Ludwig I. erfolgte. Darauf ist Karl-Heinz Zenker besonders stolz, denn „welche Gemeinde kann schon die Kopie einer Urkunde vorweisen, in der der dazu befugte König dem Dorf seinen heute noch gültigen Namen verlieh?“ Eine Kopie dieser Urkunde ist in einer der Vitrinen im Rathaus zu sehen, die der Verein neu gestaltet hat.

Gründungsurkunde Hallbergmoos